Das Messprinzip
Unsere Apparatur ermöglicht die Messung der Energieverteilung eines thermalisierten Clusterensembles. Nachdem der Cluster durch Absorption von Photonen zusätzliche Energie aufgenommen hat, beginnt er Atome abzudampfen. Die dabei entstehenden Fragmente werden im Detektor nachgewiesen - man erhät ein Fragmentspektrum wie in der Abbildung unten am Beispiel von Na147 gezeigt wird. Dabei beobachtet man eine deutliche periodische Struktur in den Fragmentintensitäten.

Man kann sich nun klarmachen, daß diese Struktur gerade die Energieverteilung der Muttercluster P(E) abbildet: Pro Photon erhält der Cluster einen konstanten Energiebetrag. Nun hängt es von der inneren Energie vor der Absorption ab, wieviele Atome er abdampfen wird. Cluster aus den "Randbereichen" der Verteilung P(E) sind seltener, dampfen aber auch aufgrund ihrer gegenüber dem Mittelwert erhöhten oder verminderten Energie mehr oder weniger Atome ab als diejenigen, die nahe der mittleren Energie liegen. Die Intensitäten der Fragmentpeaks lassen demnach einen direkten Rückschluss auf die innere Energieverteilung des Mutterclusters zu.

Auf diese Weise läßt sich die Massenskala im Fragmentspektrum in eine Energieskala umeichen.

Fragmentverteilungen

Da die Temperatur des Clusterensembles durch die Thermalisierungsstufe im Bereich von 30-600 K variiert werden kann sind wir somit in der Lage die innere Energieverteilung p(E,T) als Funktion der Temperatur aufzunehmen. Daraus erhält man direkt die kalorische Kurve und die Entropie der Cluster.